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Arnold Schönberg Center
Saturday, November 14, 2015, 10.00 am
Seminar von Therese Muxeneder im Wintersemester 2015/16 am Wissenschaftszentrum Arnold Schönberg der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Das Musiktheater der Wiener Schule
Expressionistisches Drama, szenisches Oratorium, Drama mit Musik, (komische) Oper bzw. Zeitoper: die Typologie des Musiktheaters der Wiener Schule ist ebenso breit gestreut wie dessen ästhetische Perspektiven. Arnold Schönberg und sein Schüler Alban Berg schufen mit ihren zwischen 1909 und 1935 entstandenen Bühnenwerken sowohl autonom-musikalische Modellfälle als auch radikale Alternativen zu den etablierten Erscheinungsformen des Genres.
»Es heisst, die Oper befinde sich in einer Krise, in Lebensgefahr also«, konstatierte Schönberg 1927. Ironischerweise blieben nachfolgende Versuche, diese Lebensgefahr zu bannen, jeweils fragmentarisch: »Moses und Aron« (Schönberg) aus konzeptionellen und »Lulu« (Berg) aus biographischen Gründen.
Im Seminar werden Handlungsführung, Stoff und Sprache sowie szenische Mittel der Bühnenwerke ebenso untersucht wie Kompositionstechniken (freitonal, dodekaphon), Stilistik und Formen. Schönbergs expressionistische Einakter »Erwartung« und »Glückliche Hand« werden Bergs Oper »Wozzeck« als Entwicklungsstationen gegenübergestellt.
Die TeilnehmerInnen des Seminars haben Gelegenheit, ausgewählte Themen u. a. anhand von Originalquellen zu erarbeiten.
Eintritt frei
weitere Termine:
15./16. Januar 2016
jeweils 10 – 13 Uhr
Bild: Moses und Aron, »Gold Sinne Seele«, Textmanuskript T63.5

