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Arnold Schönberg

Timeline

1874

Arnold (hebr. Avraham) Schönberg, geboren am 13. September 1874, als Sohn von Samuel und Pauline Schönberg (geb. Nachod) in Wien.
Seine Schwester Adele (geb. 1872) stirbt an Hirnhautentzündung.

1876

Geburt der Schwester Ottilie.

1882

Geburt des Bruders Heinrich.
Violinunterricht.

1883

Erste Kompositionsversuche.

1885 – 1891

K. k. Staats-Oberrealschule im II. Bezirk in Wien.

1889

Samuel Schönberg stirbt im Alter von 51 Jahren.

1891 – 1895

Angestellter der Privatbank Werner & Co.

1894

Klavierstücke

Streichquartett C-Dur

1895

Begegnung mit dem Komponisten Alexander Zemlinsky.
Mitwirkung am musikalischen Verein »Polyhymnia«.
Quittiert seine Arbeit bei der Bank und widmet sich ausschließlich der Musik.
Beginn einer mehrjährigen Tätigkeit als Leiter von Arbeiterchören.

1898

Zwei Gesänge für eine Baritonstimme und Klavier op. 1

»Frühlings Tod« für großes Orchester (Fragment)

Übertritt zum Protestantismus (Taufname: Franz Walter).
Kontakte zur Literatengruppe »Jung-Wien«. Beginn der Freundschaft mit dem Architekten Adolf Loos.

1900

Operetten-Instrumentationen, Klavierauszüge
Förderung durch den Wiener Kulturmäzen Carl Redlich.

1901

»Brettl-Lieder«

Heirat mit Mathilde Zemlinsky. Übersiedlung nach Berlin.
Engagement als Kapellmeister an Ernst von Wolzogens Varietébühne Buntes Theater (Überbrettl) in Berlin.

1902

Geburt der Tochter Gertrude.
Begegnung mit Richard Strauss.
Lehrtätigkeit am Stern’schen Konservatorium.
Uraufführung von »Verklärte Nacht« in Wien.

1903

Liszt-Stipendium. Rückkehr nach Wien.

1904 – 1906

Lehrtätigkeit an der Schwarzwaldschule.

1904

Begegnung mit Gustav Mahler.
Anton Webern und Alban Berg werden seine Schüler.
Gründungsmitglied der »Vereinigung schaffender Tonkünstler«, einer Interessensvertretung zur Pflege der Musik der Gegenwart; Mahler wird Ehrenpräsident.
Stipendium der Schwestern-Fröhlich-Stiftung.

1905

I. Streichquartett d-Moll op. 7

Dirigiert die Uraufführung von »Pelleas und Melisande« in Wien.

1906

Kammersymphonie für 15 Solo-Instrumente op. 9

Geburt des Sohnes Georg.
Gründet zusammen mit seinem Bruder Heinrich einen Chormusikverein.

1906 – 1911

Gibt privat Unterricht in Komposition, Kontrapunkt und Harmonielehre.

1907

»Friede auf Erden« op. 13, für gemischten Chor a cappella

Uraufführung des I. Streichquartetts und der Kammersymphonie in Wien.

1908

Skandal um die Uraufführung des II. Streichquartetts in Wien.
Affäre Mathilde Schönbergs mit dem Maler Richard Gerstl; Selbstmord Gerstls.

1909 – 1911

Drei Klavierstücke op. 11

Fünf Orchesterstücke op. 16

»Erwartung« op. 17, Monodram

Entwicklung einer Notenschreibmaschine bis zur Patentreife.
Bekanntschaft mit dem Maler Max Oppenheimer.

1909

Intensive Auseinandersetzung mit der Malerei.

Bildernisches Werk Arnold Schönbergs

1910

Erste Ausstellung der Gemälde und Zeichnungen in der Galerie Heller, Wien.
Vorträge an der k. k. Akademie für Musik.

1911

Sechs kleine Klavierstücke op. 19

Harmonielehre, Lehrbuch
Tod Gustav Mahlers.
Beginn des Briefwechsels mit dem Maler Wassily Kandinsky.
Übersiedlung nach Berlin und Vortragstätigkeit am Stern’schen Konservatorium.
Vier Gemälde werden in der Ausstellung »Der Blaue Reiter« an der Galerie Thannhauser in München gezeigt.

1912

»Pierrot lunaire« op. 21, Melodramenzyklus für Sprechstimme und Ensemble

Vortrag über Gustav Mahler in Prag, Berlin, Wien und Stettin (1913).

Vorträge über Ästhetik und Kompositionslehre am Stern’schen Konservatorium Berlin.
Dirigiert »Pelleas und Melisande« in Prag, Amsterdam, Den Haag und St. Petersburg.
Tournee mit »Pierrot lunaire«.

1913

Großer Erfolg mit der von Franz Schreker geleiteten Uraufführung der »Gurre-Lieder« in Wien.
Skandal während eines Konzertes mit Werken von Webern, Berg, Schönberg und Zemlinsky in Wien.
Stipendium der Gustav-Mahler-Stiftung.

1914

Dirigiert die »Gurre-Lieder« in Leipzig.
Uraufführung der Fünf Orchesterstücke in London.

1915

Rückkehr nach Wien. Einberufung zum Militärdienst.

1917

Enthebung vom Militärdienst.

1918 – 1922

Lehrtätigkeit an der Schwarzwaldschule.

1918

Übersiedlung nach Mödling bei Wien.
Gründung des »Vereins für musikalische Privataufführungen«.

1919

Hanns Eisler und Rudolf Kolisch werden seine Schüler.

1920 – 1921

Aufenthalt in Zandvoort/Holland; private Unterrichtstätigkeit.
Besuch des ersten Mahler-Festivals in Amsterdam.
Dirigiert die »Gurre-Lieder« an der Wiener Staatsoper.

1921

Antisemitische Anfeindungen, Vertreibung aus dem Sommerfrischeort Mattsee bei Salzburg. (Online-Ausstellung: »100 Jahre Mattsee-Ereignis«)
Entwickelt die »Methode der Komposition mit zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen« (Online-Ausstellung: »Komposition mit zwölf Tönen«).
Suite für Klavier op. 25, begonnen im Juli 1921 in Traunkirchen; Schönbergs erstes Werk, in dem die »Methode der Komposition mit zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen« Anwendung findet.
Tod der Mutter Pauline.

1921 – 1936

»Der musikalische Gedanke« (Fragment)

1923

Bruch mit Wassily Kandinsky wegen antisemitischer Aussagen.
Tod von Mathilde Schönberg.

1924

Bläserquintett op. 26

Dirigiert die Uraufführung der Serenade in Donaueschingen.
Heirat mit Gertrud Bertha Kolisch, Schwester seines Schülers Rudolf Kolisch.
Uraufführungen von »Erwartung« (Prag) und »Die glückliche Hand« (Wien).
Festschrift zum 50. Geburtstag mit Beiträgen von Freunden und künstlerischen Weggefährten.

1925

Berufung als Vorsteher einer Meisterklasse für Musik an die Berliner Akademie der Künste in Nachfolge von Ferruccio Busoni.

1926

Übersiedlung nach Berlin. Mitgliedschaft im Senat der Akademie der Künste.

1927

Aufenthalte in Frankreich.
Uraufführung der Suite op. 29 beim Schönberg-Festival in Paris.

1928

Dirigiert die »Gurre-Lieder« in London.
Konzertiert in der Schweiz.
Uraufführung der Variationen für Orchester durch Wilhelm Furtwängler und das Berliner Philharmonische Orchester in Berlin.

1929

Aufenthalte in Monaco und Holland.

1930

Uraufführung der Oper »Von heute auf morgen« in Frankfurt am Main.
Uraufführung der »Begleitungsmusik zu einer Lichtspielscene« op. 34 unter Otto Klemperer in Berlin.
Aufenthalte in Baden-Baden und in der Schweiz.

1931

Aufenthalt in Barcelona.
Rundfunkdiskussion und -vortrag in Berlin und Frankfurt.

1932

Geburt der Tochter Nuria Dorothea in Barcelona.
Rückkehr nach Berlin.

1933

Konzert für Violoncello und Orchester D-Dur, in freier Umgestaltung nach dem Concerto per Clavicembalo von Georg Matthias Monn

Konzert für Streichquartett und Orchester B-Dur, in freier Umgestaltung nach dem Concerto Grosso op. 6 Nr. 7 von Georg Friedrich Händel

Verlässt Berlin, wird von den Nationalsozialisten aus der Akademie der Künste ausgeschlossen.
Rückkehr zur jüdischen Glaubensgemeinschaft in Paris (Zeuge: Marc Chagall).
Überfahrt in die Vereinigten Staaten mit Frau und Tochter. Ankunft in New York.
Lehrt am Malkin-Konservatorium in Boston und in New York.

1934

Vorträge an der University of Chicago.
Übersiedlung nach Los Angeles.
Vorträge über die Lage der Juden.

1935

Vorlesungen an der University of Southern California; private Unterrichtstätigkeit.
John Cage wird sein Schüler.

1936

Konzert für Violine und Orchester op. 36

IV. Streichquartett op. 37

Professur an der University of California in Los Angeles.
Erwerb eines Hauses in Brentwood Park, West Los Angeles.
Freundschaft mit George Gershwin.

1937 – 1948

»Grundlagen der musikalischen Komposition«, Lehrbuch

1938

Uraufführung von »Kol Nidre« op. 39, für Sprecher, gemischten Chor und Orchester, unter Schönbergs Leitung in Los Angeles.

1939 – 1948

»Formbildende Tendenzen der Harmonie«, Lehrbuch

1940

Schallplattenaufnahme von »Pierrot lunaire« unter Schönbergs Leitung in New York.
Uraufführung des Violinkonzerts unter Leopold Stokowski in Philadelphia (Widmungsträger und Solist: Louis Krasner).

1941

Geburt des Sohnes Lawrence Adam.

Arnold, Gertrud und Nuria werden US-amerikanische Staatsbürger.
Tod des Bruders Heinrich in Salzburg an den Folgen einer Verletzung in Gestapohaft.

1944

Pensionierung von der University of California at Los Angeles; private Unterrichtstätigkeit.

1945

Das Ansuchen um ein Stipendium der Guggenheim-Stiftung zur Fertigstellung von »Moses und Aron«, der »Jakobsleiter« und von Lehrbüchern wird aus Altersgründen abgelehnt.

1946

Streichtrio op. 45

Herzattacke.
Vorträge an der University of Chicago.

1947

»Ein Überlebender aus Warschau« op. 46, für Sprecher, Männerchor und Orchester

Wahl zum Mitglied der American Academy of Arts and Letters.
Tod der Tochter Gertrude in New York.

1948

Uraufführung von »Ein Überlebender aus Warschau« in Albuquerque, New Mexico.
Sommerkurse an der Music Academy of the West in Santa Barbara, Kalifornien.

1949

Phantasie für Violine mit Klavierbegleitung op. 47

»Dreimal tausend Jahre« op. 50A, für gemischten Chor a cappella

Schönberg wird anlässlich seines 75. Geburtstages vom Wiener Stadtsenat in Abwesenheit zum »Bürger der Stadt Wien« ernannt; ist aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes nicht imstande, Einladungen nach Europa wahrzunehmen.

1951

»Der Tanz um das goldene Kalb« aus »Moses und Aron« wird in Darmstadt uraufgeführt.
Ernennung zum Ehrenpräsidenten der Israelitischen Musikakademie in Jerusalem.
Arnold Schönberg stirbt am 13. Juli in Los Angeles.

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