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Faksimileausgabe »A Survivor from Warsaw«

Ein Werk von epochaler Bedeutung für die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Holocaust erscheint erstmals als Faksimile.

Arnold Schönberg (1874–1951) schuf mit der Kantate A Survivor from Warsaw »das ästhetische musikalische Manifest unserer Epoche« (Luigi Nono), einen Fokus des nationalsozialistischen Totalitarismus und dessen Überwindung durch die kollektive (jüdische) Identität im monotheistischen Glauben. Theodor W. Adorno propagierte den »authentischen Künstler« als jenen, in dessen »Werken das äußerste Werk nachzittert«, und sah im Survivor eine einzigartige Schöpfung, in der – erstmals in der Geschichte der Musik – das Grauen eine Stimme gefunden habe: »Schönbergs Ausdruckskern, die Angst, identifiziert sich mit der Angst der Todesqual von Menschen unter der totalen Herrschaft.«

Die Faksimileausgabe des zeit- und kulturgeschichtlich eminenten Werkes, repräsentiert durch das autographe Particell, wird durch einen ausführlichen Kommentar eingeleitet und enthält weitere Dokumente und Skizzen von Schönbergs Hand, die den Leser mit der Entstehung und Bedeutung des Werkes vertraut machen.

»Mein Vater hat einmal geschrieben: jede meiner Kompositionen trägt etwas von mir in sich. Dies ist allein schon beim Betrachten jenes schönen Faksimiles des Survivor from Warsaw-Manuskriptes spürbar: Die Emotionen, die er fühlte, stecken in der Komposition, sind jedoch bereits in der schriftlichen Fixierung von Text und Musik präsent.« (Nuria Schoenberg Nono)

Arnold Schönberg
A Survivor from Warsaw op. 46. Das Faksimile
Mit einem Geleitwort von Nuria Schoenberg Nono und einem Kommentar (deutsch/englisch) von Therese Muxeneder. In Zusammenarbeit mit dem Arnold Schönberg Center, Wien. Faksimile nach dem Autograph der Library of Congress, Washington.
Mit ausgewählten Dokumenten und Skizzen von Schönbergs Hand.
XXIV/36 Seiten.
Laaber-Verlag
(Meisterwerke der Musik im Faksimile 29)
ISBN 978–3–89007–778–9

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