Symposium • Musik, Schrift, Differenz – Eine interdisziplinäre Lektüre von Adornos Theorie der musikalischen Reproduktion

Symposium / Vortrag | Donnerstag, 4. April 2019 | 9.30 Uhr | Arnold Schönberg Center


adorno375

Mittwoch, 3. April | Donnerstag, 4. April | Freitag, 5. April

9.30 Uhr
Brian Miller (New Haven, US):
Language, Gesture, Style: Adorno’s Theory of Musical Reproduction between Musicology and Art History
Tobias Bleek (Essen, DE):
»… durch die Schrift vermittelt«. Theodor W. Adornos Überlegungen zum Status des Notenbildes
Hilde Halvorsrød (Oslo, NO):
Singing a Structure, Feeling a Poem – Adorno’s Theory of Reproduction Applied to Webern’s Vocal Music
Stefan Jena (Wien, AT):
Komponieren mit Gegensätzen. War Boulez ein Strukturalist? 

15.00 Uhr
Julian Caskel (Essen, DE):
Das stumme Lesen von Musik: Utopie oder Tabu in Adornos Reproduktionstheorie?
Matteo Nanni (Gießen, DE):
Notation als Mimesis und Natur- beherrschung
Hans-Joachim Hinrichsen (Zürich, CH):
Ontologie des Regenbogens. Adorno, der Notentext und die Musik

18.00 Uhr (Donnerstag, 4. April)
Buchpräsentation: Adorno-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung Richard Klein, Johann Kreuzer, Stefan Müller-Doohm Herausgeber Metzler-Verlag Stuttgart, 2. erw. Auflage, 2019
Round Table mit Richard Klein (Freiburg, DE), Ruth Sonderegger (Wien, AT), Christian Grüny (Witten, DE), Nikolaus Urbanek (Wien, AT), Reinhard Kapp (Berlin, DE)

Eintritt frei

Theodor W. Adorno zählt zum renommierten Kreis von Lehrern und Schülern der Wiener Schule, die daran gescheitert sind, eine Theorie der musikalischen Reproduktion zu verfassen. Das Ergebnis dieses Scheiterns ist äußerst lesenswert: in einer Vielzahl von Exzerpten, Notizen und weitgehend ausformulierten Textentwürfen offenbaren sich nicht nur die Nähe und Distanz der Position Adornos zur Wiener Schule, sondern auch eine durchaus eigenständige Bestimmung des »Musikalisch-Performativen«. Vor dem Hintergrund aktueller Impulse inter- disziplinärer Schriftforschung reflektieren die Beiträge des Symposiums die Überlegungen Adornos aus musikwissenschaftlicher, schrift- und bildtheoretischer, aufführungspraktischer, philosophischer, medien- ästhetischer und kulturwissenschaftlicher Perspektive, um sie in produktiver Wechselwirkung weiterdenken zu können.
Theodor W. Adorno belongs to the group of renowned teachers and pupils of the Viennese School who failed in their attempts to draw up a theory of musical reproduction. The results of this failure are definitely worth reading: a large number of excerpts, notes, and draft texts with ideas that have mostly been well-articulated reveal the proximity and distance of Adorno’s position with regard to the Viennese School, and also a quite independent definition of the term “musical-performative”. In the context of current stimuli from interdisciplinary notation research, the lectures at this symposium will reflect Adorno’s considerations from the perspec- tive of musicology, notation and image theory, performance practice, philosophy, media aesthetics, and cultural studies in order to be able to award them greater consideration in productive interaction.

Wissenschaftszentrum Arnold Schönberg und die Wiener Schule am Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Justus-Liebig-Universität Gießen und DACH-Forschungsprojekt »Writing Music. Zu einer Theorie der musikalischen Schrift« in Kooperation mit dem Arnold Schönberg Center, Wien

 

Foto: © Arnold Schönberg Center, Wien (Rudolf Kolisch, unbekannt, Theodor W. Adorno, Darmstadt, ca. 1960)

 
 
 

Diese Website verwendet Cookies, um eine optimale und vollständige Nutzung der Inhalte zu ermöglichen. 
>> Informationen über Cookies und Datenschutz