Die Transkription der mehr als 60 Kalender Arnold Schönbergs aus den Jahren 1900 und 1910 bis 1951, welche in seinem Nachlass überliefert sind, konnte nunmehr – rechtzeitig zum 147. Geburtstag des Komponisten am 13. September – abgeschlossen werden.

Die Transkriptionen der ca. 2.600 Kalenderseiten erlauben neben der Indizierung von Werken, Personen, Orten und Ereignissen facettenreiche Einblicke in die Tages- und Wochenabläufe Schönbergs an seinen Wohnsitzen und auf Reisen. Die Einträge dokumentieren Privates wie Berufliches, ermöglichen einen Nachvollzug der Lebenswelten des Komponisten in Europa und den USA. Gedenktage sind ebenso vermerkt wie Konzerttermine, Unterrichtseinheiten, Zusammenkünfte mit Freunden und Kollegen.

Manche Jahrgänge sind mehrfach dokumentiert: durch Taschen- und Tischkalender, mit sich ergänzenden Einträgen. Einige Jahre bleiben verlustbedingt undokumentiert. In wenigen Fällen wurden Einträge von „fremder Hand“ erlaubt – wie hier von Schönbergs 8-jähriger Tochter Nuria.

Mit dem Digitalisierungs- und Transkriptionsprojekt ist nunmehr erstmals diese umfangreiche Archiveinheit für die Forschung und interessierte Öffentlichkeit erschlossen.