Aus Schönbergs Schallplattensammlung (Arnold Schönberg Center, Wien: REC388)

Im Juli dieses Jahres wurde die Digitalisierung von Arnold Schönbergs etwa 400 Tonträger umfassenden Schallplattensammlung durch die Österreichische Mediathek abgeschlossen. Unter den Beständen finden sich einige außergewöhnliche Tondokumente, die nun erstmals öffentlich zugänglich gemacht werden können.

Der amerikanische Komponist und Fagottspieler Adolph Weiss studierte von 1924 bis 1927 an der Akademie der Künste Berlin bei Arnold Schönberg. Als dieser 1933 in die Vereinigten Staaten emigrierte, gehörte Weiss bald zu seinen engsten Vertrauten. Bereits 1931 plante er eine Aufführung des Bläserquintett op. 26, das er in den kommenden Jahren mehrfach bei Konzerten spielen sollte. 1939 machte er seinem Lehrer zum 65. Geburtstag ein besonderes Geschenk: mit seinem Ensemble spielte er die ersten beiden Sätze der Komposition auf Schallplatte ein und ergänzte sie durch einen gesprochenen Glückwunsch. In Kooperation mit der Österreichischen Mediathek wurde die Aufnahme digitalisiert – sie ist das früheste akustische Zeugnis von Schönbergs anspruchsvollem Zwölftonwerk. Aus Anlass seines Geburtstags am 13. September wird der erste Satz um 19:30 Uhr als Livestream auf YouTube und facebook präsentiert