Mit Transkription und Indizierung von Schönbergs Kalendern aus dem Jahr 1942, die ab sofort über das Bildarchiv einsehbar sind, setzen wir die Einblicke in Schönbergs Tages- und Wochenabläufe fort. Seit 1936 lebte der Komponist in Brentwood, Los Angeles.

Schönberg lehrte seit Herbst 1936 an der University of California at Los Angeles. Daneben betreute er fortwährend auch Privatschüler*innen im Einzelunterricht. In seinen Kalendern notiert er Adressen, Termine wie auch den Eingang des Honorars. Manchmal sind sie die einzige Quelle, eine Verbindung zwischen Schönberg und der genannten Person herzustellen. Während sich zu Vera Laserson jede Spur verloren hat, scheint Ruth Pallock später als Autorin von Kinderbüchern sowie für das lokale Radio aktiv gewesen zu sein. Beide Namen finden sich auch in einem Notizbuch Schönbergs zur Orchestrationslehre. Dass der Komponist sich damals intensiv mit dem Thema beschäftigte, schlug sich möglicherweise auch im Unterricht für Walter Sheets (1911–2001) nieder. Als der 25-jährige bei Schönberg zu studieren begann, hatte er wahrscheinlich bereits eine musikalische Ausbildung hinter sich. Wenige Jahre später arbeitete er bereits an den Hollywood Filmstudios, wo er jedoch kaum als Komponist hervortrat, sondern zahlreiche Filmmusikpartituren orchestrierte – darunter Trickfilmerfolge wie »Das Dschungelbuch« und »Aristocats«.