Aus Privatbesitz (Sun Valley/CA) erhielten wir kürzlich Archivalien aus dem Besitz der im Februar 2019 verstorbenen Geigerin Helen Swaby Rice.

Swaby und die Pianistin Frances Mullen hatten Schönberg im Februar 1940 in dessen Haus in der Rockingham Avenue das Violinkonzert op. 36 vorgespielt, um sich von ihm coachen zu lassen. Die beiden Künstlerinnen spielten den 2. Satz des Konzertes nach dieser Begegnung auf NBC Radio (noch vor der offiziellen Premiere des Werks mit Louis Krasner und Leopold Stokowski am 6. Dezember 1940). Ein Coaching für das gesamte Konzert folgte im Mai 1941 wiederum in der Rockingham Avenue, da die beiden Interpretinnen das Werk bei den Evenings on the Roof-Konzerten aufführen sollten. Bei dieser Gelegenheit schrieb Schönberg für Helen Swaby ein Empfehlungsschreiben, das dem Archiv nunmehr zusammen mit der von Swaby eingerichteten Violinstimme als Schenkung durch deren Sohn übergeben wurde. Die Violinstimme, deren Einrichtung unter der Aufsicht von Schönberg geschah, ist zudem von dem Komponisten mit einer Widmung versehen.

Literatur: Dorothy L. Crawford: Peter Yates and the Performance of Schoenberg Chamber Music at “Evenings of the Roof”, in: Journal of the Arnold Schoenberg Institute (November 1989)

Abbildung: Brief von Arnold Schönberg an Gustav Otto Arlt, 29. Mai 1940 © Belmont Music Publishers, Pacific Palisades
Foto: Helen Swaby Rice, ca. 1930 © Arnold Schönberg Center

 

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