Objekt #40 / Stefan George: Die Buecher der Hirten- und Preisgedichte

… der Sagen und Saenge und der haengenden Gaerten
Berlin, 1907

Arnold Schönberg Center, Wien

Stefan Georges Lyrikband unterteilt sich in drei aneinander anschließende Teilbände, wobei Arnold Schönberg sich vor allem durch den dritten angezogen fand. Die dort versammelten 32 Gedichte geben die Geschichte eines jungen Prinzen und seines sexuellen Erwachens in einem paradiesischen Garten in poetischen Bildern wieder. Das beherrschende Thema ist die Verwandlung: ein naiver Jugendlicher betritt den Garten, um schließlich die Erfüllung aller Sehnsüchte mit seiner Geliebten in einem Blumenbett zu finden. Wenn er nach diesem Erweckungserlebnis von ihr verlassen wird, zerfällt auch der Garten. Carl E. Schorske erläutert in seiner Studie über das Wiener Fin-de-Siècle, wie die von Schönberg ausgewählten 15 Gedichte »nicht nur die Verwandlung des Liebenden, sondern auch jene des Gartens aufzeichnen. Der Verlauf geht beiderseits von der Eigenständigkeit des Gartens und des Liebenden aus, über deren Verbindung, bis zur Auflösung beider«.

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