Objekt #36 / Arnold Schönberg: Natur, Physik, Tiere

ca. 1925

Arnold Schönberg Center, Wien

In das eigenhändige Verzeichnis seiner Schriften führte Schönberg die Kategorie »Natur, Physik, Tiere« ein. Als Inspirationsquelle für Deutungen von Naturphänomenen diente Schönberg ein »Brevarium Universale«: die Blaubücher von August Strindberg. Die zwischen 1908 und 1912 in deutscher Sprache publizierten Bände enthalten vermischte Reflexionen, u. a. über Meteorologie, Chemie und Physik. Aus den Annotationen und Markierungen in Schönbergs »Blaubuch«-Exemplaren geht genau hervor, für welche Kapitel er sich interessierte, darunter hauptsächlich naturwissenschaftliche Abhandlungen des Dichters, Malers, Alchemisten, Chemikers und Astrophysikers Strindberg:

Dunkle Strahlen; Wasserstoff, Urstoff oder Maß; Die unsinnige Zusammensetzung des Wassers; Chlor ein ungesättigtes Wasserstoffoxyd; Jod ein 7-kondensiertes H2O; Jod und Mangan; Jodstärke – Indigo – Berlinerblau; Die Zahl des Goldes; Katalyse und umkehrbare Reaktion; Die Atomform in den Kristallen; Die Durchdringung der Atome; Quecksilber als Kohlenwasserstoff; Metallurgie des Eisens, Synthese des Eisens; Die Metalle inwendig; Die Zusammensetzung der Metalle berechnen; Der Urstoff; Elemente = Wasserstoffverdichtungen; Verunreinigungen = Verwandlungen; Lues = Kadaverin = C5H14N2; Anorganische Gärung; Was ist Radium; Urzeugung; Symbolik und Philosophie der Blausäure; Kiesel wird Kohle; Chemie des Hochofens; Die Systeme stürzen; Atomgewicht und eigentliches Gewicht; Arsenik wird Schwefel und umgekehrt; Kristallwinkel und Atomgewichte.

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