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Arnold Schönberg Center
Do, 15. Okt. 2015, 13.00 Uhr
Seminar von Daniel Ender im Wintersemester 2015/16 am Wissenschaftszentrum Arnold Schönberg der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Traditionelle Formen in der Wiener Schule
In den Kompositionen von Arnold Schönberg, Alban Berg und Anton Webern - Werken, die zu Gründungsdokumenten der Neuen Musik werden sollten - findet sich überraschend häufig ein Rückgriff auf traditionelle musikalische Formen (Suite, Tanzsätze, Passacaglia bzw. Chaconne, Invention, Fuge, Sonatensatzform etc.).
In diesem Seminar sollen die historischen Grundlagen und die spezifischen Perspektiven der Wiener Schule auf musikgeschichtliche Entwicklungen die Ausgangsbasis für folgende Fragestellungen bilden:
1. Worin lagen die Beweggründe für Schönberg, Berg und Webern, sich in den genannten, scheinbar anachronistischen Formen auszudrücken?
2. Unterscheidet sich der Umgang mit den traditionellen Mustern in den verschiedenen Entwicklungsphasen, welche die drei Komponisten durchliefen?
3. Nach welchen Kriterien können die verwendeten traditionellen Formen analysiert und inwieweit auch beim Hören deutlich werden?
Insbesondere im Anschluss an die dritte Frage soll eine Brücke zur musikalischen Praxis geschlagen werden - idealerweise anhand von Erfahrungen der TeilnehmerInnen in der Interpretation sowie mittels einer Analyse von Aufnahmen der diskutierten Werke.
Eintritt frei
weitere Termine:
13. / 26. November 2015
3. / 10. / 17. Dezember 2015
jeweils 13 – 16 Uhr
Bild: Arnold Schönberg, Suite für Klavier op. 25, autographe Abschrift (© Universal Edition A. G.)

