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Geschichte des Hauses ab 1972

1972
Schönbergs Wohnhaus in Mödling bleibt für Jahrzehnte unbeachtet und ist Anfang der 1970er Jahre vom Abbruch bedroht. Dank einer Initiative von Walter Szmolyan und Elisabeth Lafite kann das Gebäude buchstäblich in letzter Minute unter Denkmalschutz gestellt und von der Internationalen Schönberg Gesellschaft (ISG) aufgekauft werden. Subventionen des Landes Niederösterreich, der Stadt Mödling und der Stadt Wien sowie des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst ermöglichen Ankauf und Generalsanierung des Gebäudes, welches in der Folge das Büro der ISG und eine Forschungsstelle beherbergt.

1974
Am 6. Juni 1974 findet in Anwesenheit von Nuria, Ronald und Lawrence Schoenberg die feierliche Eröffnung des Schönberg-Hauses durch den Wissenschaftsminister und späteren Bundeskanzler Fred Sinowatz statt. Maurizio Pollini spielt auf dem Ibach-Flügel des Meisters dessen Klavierstücke op. 19 und op. 23.
Neben der Ausstellung von Schönbergs eigenen Instrumenten aus einer Schenkung der Erben erfüllt der Aufbau einer Forschungsbibliothek mit einem Duplikat des in Los Angeles verfilmten Nachlasses sowohl in musealer als auch wissenschaftlicher Hinsicht eine wichtige Funktion für die Schönberg-Forschung in Österreich. Konzerte mit Werken der Wiener Schule, unter anderem regelmäßig veranstaltete Schönberg-Serenaden, sowie eine Wiederaufnahme der Unterrichtstätigkeit im Geiste Schönbergs runden die Aktivitäten der Internationalen Schönberg Gesellschaft ab.

1974 - 1977
Die Reihe alljährlicher Interpretations-Kurse in Mödling erhält durch die Leitung des Schönberg-Schülers Rudolf Kolisch (bis zu dessen Tod 1978) eine besondere Authentizität; durch Mitwirkung des Editionsleiters der Arnold Schönberg Gesamtausgabe, Rudolf Stephan, auch ständigen Zustrom an jungen, internationalen Musikwissenschaftlern.

1979
Die Internationale Schönberg Gesellschaft nimmt den Mödling-Besuch des Schönberg-Schülers und -Schwiegersohns Felix Greissle zum Anlass, im Juli in der Bernhardgasse 6 eine Schönberg-Woche zu veranstalten.

1980
Richard Hoffmann, Schüler und Assistent Schönbergs in Amerika, setzt die Unterrichtstätigkeit im Schönberg-Haus fort – seit 1987 in Kooperation mit dem Oberlin College.

1982
Aus Anlass ihres 10jährigen Bestehens veranstaltet die ISG vom 8. bis 10. Oktober die »Mödlinger Schönberg-Tage«.

1983 - 84
In den Sommermonaten 1983 bis 1990 bewohnt Ernst Krenek, der Schönberg 1922 in Mödling kennenlernte und mit ihm bis zu seinem Tod in Verbindung stand, auf Einladung der Gemeinde Wien mit seiner Frau Gladys das obere Stockwerk der Bernhardgasse 6, wo er an seinem Spätwerk komponiert.

1997
Im März 1997 bringt die Internationale Schönberg Gesellschaft das Haus in die neugegründete Arnold Schönberg Center Privatstiftung als Stifterin ein. Die Schönberg-Wohnung soll »Denk«- wie »Gedenk«-Stätte sein, einige Garconnieren werden internationalen Wissenschaftlern und Studenten für Forschungsprojekte zur Verfügung stehen.

1999
Gesamtrestaurierung aus Mitteln der Schönberg-Stiftung, von Stadtgemeinde Mödling, Land Niederösterreich, Bundesministerium für Unterricht und Kunst, der Shopping City Süd sowie weiteren Sponsoren und Förderern.

2001
Sanierung Garten des Schönberg-Hauses und Eröffnung als Naturschaugarten.

2003
Taufe des Schönberg-Weins

2008
In Erinnerung an die Retterin des Mödlinger Schönberg-Hauses, Prof. Elisabeth Lafite (1918 – 2007), wird der »Lafite-Saal« eröffnet.

Arnold Schönberg Center
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