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Arnold Schönberg Center, Wien
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Neuerscheinung – Open Access

Das Journal of the Arnold Schönberg Center ist mit der aktuellen Ausgabe als Open Access Publikation erschienen. 

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Journal of the Arnold Schönberg Center 19/2024

Vor fünfzig Jahren veranstaltete die Internationale Schönberg-Gesellschaft anlässlich der Schönberg-Zentenarfeier ihren ersten Kongress in Wien, dem 1984 und 1993 weitere Tagungen folgten. Die daraus hervorgegangenen Publikationen, erschienen 1978, 1986 und 1996 im Wiener Verlag Lafite, erbrachten eine für die Zeit beispiellose Zusammenschau der internationalen Schönberg-Forschung. Die 1997 gegründete Arnold Schönberg Center Privatstiftung setzte mit dem erstmals im Jahr 2000 erschienenen Journal of the Arnold Schönberg Center thematische Schwerpunkte: Über einen Zeitraum von fünfzehn Jahren wurden in Symposia und zugehörigen Berichten teils wenig beachtete Aspekte von Schönbergs Leben, Schaffen und entsprechenden Kontexten detailliert in den Blick genommen und auf breiter Basis diskutiert. Mit dem Internationalen Arnold Schönberg Symposium 2014 knüpfte das Center an die Tradition der ISG-Kongresse an und verzichtete weitgehend auf Vorgaben übergeordneter Themen. Die folgenden Bände bildeten ein breites Spektrum aktueller Forschungsprojekte ab, von Analysen einzelner Werke über historische Fragestellungen bis hin zum weiteren Umfeld Schönbergs und seines Schülerkreises.
Arnold Schönbergs 150. Geburtstag im Jahr 2024 setzt den Startpunkt für einen Neubeginn, der nicht nur einer zunehmenden Tendenz im Wissenschaftsbetrieb Rechnung trägt, sondern auch konsequente Verwirklichung der internationalen Ausrichtung der Publikation ist. Für zukünftige Sammelbände fiel der Entschluss, auf ein physisches Medium zu verzichten und die Reihe als Open Access-Journal fortzusetzen.
Wir freuen uns im Rahmen der mit dieser Nummer beginnenden, frei zugänglichen Online-Publikation des Journal of the Arnold Schönberg Center über die Zusammenarbeit mit musiconn.publish, einem Service des DFG-geförderten, gemeinschaftlich von BSB München und SLUB Dresden betriebenen Fachinformationsdienstes Musikwissenschaft musiconn und Teil der internationalen Open Access-Bewegung. musiconn.publish dient der kostenfreien elektronischen Publikation, dem Nachweis und der langfristigen Archivierung von musikwissenschaftlicher Fachliteratur. Die Zitierfähigkeit und eindeutige Referenzierbarkeit der veröffentlichten Dokumente wird durch persistente Identifikatoren gewährleistet. Die Plattform garantiert eine hohe Sichtbarkeit durch Verzeichnung in den zentralen Fachbibliographien und Nachweissystemen sowie eine weltweite freie Verfügbarkeit unabhängig von bibliothekarischen Lizenzen.
Das aktuelle Periodikum eröffnet mit einem Beitrag über das Chorwerk Arnold Schönbergs von Reinhard Kapp, der einen weiten Bogen von den Anfängen des Komponisten bis zu seinen letzten Schaffensdokumenten spannt. Meike Wilfing-Albrecht betrachtet das Drama mit Musik »Die glückliche Hand« op.18 im Kontext zeitgenössischer Licht- und Bühnentechnik. Die Beiträge von Benjamin Levy und Matthew Vest beruhen auf Vorträgen während vergangener Online-Symposia am Center. Levy erörtert die Übertragung aphoristischer Ausdrucksweise von Literatur zu Musik, während Vest sich auf Spurensuche zu Arnold Schönbergs heute weitgehend unbekanntem Schüler Ernst Bachrich begibt. Den Abschluss bildet ein umfangreicher Beitrag von Pamela Cooper-White, mit einer Neubetrachtung der Oper »Moses und Aron« aus Perspektive von Zionismus und Trauma-Forschung. Ein 2002 durch das Arnold Schönberg Center erworbenes Manuskript zum III. Akt des Werkes wird hierbei erstmals ausführlich diskutiert und in englischer Übersetzung publiziert.

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