Arnold Schönberg bewahrte Programme zu Aufführungen seiner Musik sowie zu Vorträgen, Ausstellungen und anderen Veranstaltungen auf. Nach seinem Tod im Jahr 1951 wurde die Sammlung durch die Erben fortgesetzt. Als der Nachlass 1973 dem Arnold Schönberg Institute übergeben wurde, hatte die Sammlung einen beträchtlichen Umfang angenommen. Sie dokumentiert hunderte Aufführungen von Schönbergs Musik wie auch nicht im engeren Sinne musikalische Veranstaltungen. Für beinahe jede Weltpremiere sowie viele andere Erstaufführungen existieren Programme. Die Sammlung wächst ständig, sei es durch Geschenke der Schönberg-Erben, durch Interpreten, die dem Center ihre eigenen Programme senden, durch die Mitarbeit des Centers bei Programmen oder durch Schenkungen von Konzertbesuchern. Hinzu kommen gelegentliche Ankäufe von historischen Schönberg-Programmen.
Programme können verschiedenen Zwecken dienen. Zunächst dokumentieren sie Details zur Aufführungsgeschichte von Schönbergs Musik – Daten, Interpreten, Aufführungsorte und -gelegenheiten. Sie können aufgeführte Texte sowohl in der Originalsprache wie auch in verschiedenen Übersetzungen enthalten, wie auch die Werke erklärende Programmtexte. Häufig finden sich auf den Programmen Zusatzinformationen, etwa Werbung oder Ankündigungen von anderen Veranstaltungen, welche historische Kontexte erschließen. Programme können als Objekte in einer Ausstellung für sich selbst wie für das angezeigte Ereignis stehen. Manche Programme enthalten Eintragungen der Person (Schönberg, zum Beispiel), in deren Besitz sie sich vormals befanden. Obwohl vor allem umfangreiche Ausstellungskataloge normalerweise nicht zum Bestand der Programmsammlung gehören, können kleinere Kataloge dort integriert sein. Zu den Materialien, die gewöhnlich Aufnahme in die Sammlung finden, gehören Flyer und Konzertankündigungen, Einladungen, Spielzeitprogramme, Radio- und Fernsehprogramme, manchmal auch Eintrittskarten und Kartenabrisse. Grundsätzlich haben jedoch alle Objekte der Sammlung drei Gemeinsamkeiten: sie dokumentieren Ereignisse, sie wurden vom Veranstalter selbst hergestellt und sie weisen alle eine Verbindung mit Schönberg auf.
Eine Datenbank der Programme befindet sich als Teil des Bildarchivs im Aufbau.

