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Konzert Collegium musicum der mdw, Ingomar Rainer

Konzerte | Dienstag, 28. März 2017 | 19.30 Uhr | Arnold Schönberg Center


Zum Nutzen und Gebrauch der Lehr-begierigen Musicalischen Jugend

Collegium musicum der mdw | Ingomar Rainer LeitungIngomar Rainer

Arnold SCHÖNBERG
aus Suite im alten Stile (G-Dur)

Wolfgang Amadeus MOZART
Adagio und Fuge d-Moll KV 404a

Johann Joseph FUX
aus Concentus musico-instrumentalis

Georg Philipp TELEMANN
Trios aus Essercizii musici

Antonín DVOŘÁK
aus Bagatellen op. 47

Paul HINDEMITH
aus Plöner Musiktag

Hanns EISLER
Präludium und Fuge über B-A-C-H op. 46

Eintritt frei

»Zum Nutzen und Gebrauch der Lehr-begierigen Musicalischen Jugend, als auch derer in diesem studio schon habil seyenden [zum] besonderem Zeitvertreib auffgesetzet und verfertiget ...« – so beschreibt Johann Sebastian Bach 1722 Absicht und Zweck seiner Präludien und Fugen im autographen Titelblatt zum »Wohltemperierten Clavier«. Und der größte Teil seines gewaltigen Œuvres war keineswegs für ein hörendes Publikum, wie wir es gewohnt sind, sondern einzig für die Spieler selbst bestimmt. Das wusste noch Mozart, der einige Stücke daraus für eine ambitionierte Hausmusik bearbeitete. Auch Fux und Telemann widmeten stattliche Anteile ihres Instrumentalwerks den Musizierenden und so ist es auch kein Zufall, dass die Jugendmusikbewegung im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts vielfach wieder bei der Musik des Barock ansetzte und aus deren Geist neue Stücke komponierte. Mit Schönberg wiederum schließt sich der Kreis zu Bach: seine auf barocke Satztypen rekurrierende Suite entstand für ein Schülerorchester – zur Bildung der musikalischen Jugend, wozu auch Schönbergs Suite in G einen Beitrag leistet.

„Composed for the benefit and use of young musicians who are desirous of instruction, and also for the pastime of those well-acquainted with this study …” – this is how Johann Sebastian Bach described the purpose and objective behind his Preludes and Fugues on the title page of the autograph score for „The Well-Tempered Clavier” in 1722. And by far the largest part of his massive œuvre was by no means intended for an audience such as we are accustomed to today, but instead solely composed for the players themselves. This was known to Mozart as well, who arranged several of them for ambitious music-making in the home. Fux and Telemann also wrote a considerable proportion of their instrumental compositions for the musician and it is therefore not by chance that the youth music movement in the first third of the 20th century frequently readdressed the music of the Baroque period, and its spirit served as inspiration for the composition of new works. Schönberg, in turn, comes full circle and brings us back to Bach: drawing on Baroque movement types, his Suite was written for an orchestra of schoolchildren – for the education of young musicians, to which Schönberg’s Suite in G also makes a contribution.

Kooperation Arnold Schönberg Center und Joseph Haydn Institut für Kammermusik, Alte Musik und Neue Musik der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

Foto: Ingomar Rainer