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Kürzlich konnte das Archiv einen autographen Brief Arnold Schönbergs aus dem Jahr 1911 erwerben, der bei der Sonderausstellung „Arnold Schönberg & Jung-Wien“ gezeigt wird. Adressat des Schreibens ist Schönbergs Freund aus Jugendtagen, der Dramaturg Arthur Kahane.

Kahane studierte Literatur und Philosophie, war in der Jung-Wiener Epoche als Verfasser von Liedern und als Schauspieler bekannt und stand – wie Schönberg – dem Arbeiter-Bildungsverein nahe, in dessen Vortragszyklen er über Moderne Literatur referierte.

Im Sommer 1902 wurde er von Max Reinhardt als Dramaturg an dessen Bühne »Schall und Rauch« engagiert. Reinhardt, dem er bis zu seinem Tod verbunden bleiben sollte, folgte er drei Jahre später an das Deutsche Theater in Berlin. Nach seiner Übersiedlung nach Berlin im Herbst 1911, versuchte Arnold Schönberg alte Kontakte aus der Jugendzeit zu reaktivieren, die sich in der Stadt bereits ein Netzwerk aufgebaut hatten. Nach einem von Schülern und Freunden Schönbergs in der Zeitschrift „Pan“ lancierten Unterstützungsaufruf war Kahane in die Verteilung eingehender Zahlungen involviert, wie ein Brief Schönbergs vom 1. Dezember 1911 an den Dramaturgen belegt. Darüber hinaus war dem Komponisten insbesondere daran gelegen, die alten Jung-Wiener Freunde als Zuhörer seiner Vorträge über Ästhetik und Kompositionslehre am Stern’schen Konservatorium zu begrüßen:

„Lieber Kahane, mir wurde seinerzeit gesagt, dass Herr Baron Gersdorff für mich eine Summe von 800 Mark aufgebracht hat. Da ich bis jetzt erst 500 erhalten habe, wäre es mir lieb, wenn ich den Rest bald bekommen könnte. […] Schade, dass du nicht zu meinen Vorträgen kommst. Ich setze mich dabei mit Euch Allen auseinander! Es handelt sich um die Schönheit, der es an den Kragen geht.“

Quelle: Arnold Schönberg an Arthur Kahane, 1. Dezember 1911 (Arnold Schönberg Center, Wien [SatColl F11] | ASCC ID 23967)